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Aberle digitalisiert Kundenservice via ServiceApp

Techniker-Einsätze sind teuer. Mit der neu entwickelten ServiceApp kann man diese minimieren oder ganz vermeiden.

Effizienzsteigerung durch die Einbindung neuer Technologien in Industrie 4.0 – gilt das sowohl bei Projektrealisierungen für die Kunden als auch bei den After-Sales-Services.

Vor diesem Hintergrund hat der Systemintegrator jetzt eine Applikation (App) entwickelt, die einerseits die Service-Techniker bei ihren Einsätzen vor Ort unterstützt. Andererseits versetzt die App die Anlagenbetreiber in die Lage, das so genannte Condition Monitoring selbst zu übernehmen und sich durch das Auslesen von Zustandsdaten direkt an der Anlage in Echtzeit beispielsweise über anstehende Wartungsanforderungen und -intervalle zu informieren oder kleinere Störungen selbst zu beheben.

„Die App bietet den Technikern direkte Zugriffe auf Schaltplanseiten, den Ersatzteilbestand, Wartungsintervalle und -legenden sowie den Service-Workflows“ erläutert Achim Aberle, Leiter Entwicklung Aberle GmbH die Vorteile für die Service-Techniker. „Die Features machen die Vorort-Einsätze zur Wartung und Instandhaltung durch Aberle noch schneller und effizienter.

So ermöglicht die neue ServiceApp den Technikern vor Ort einen detaillierten Zugriff auf alle relevanten Unterlagen für die Hardware-Komponenten sowie – vom ERP-System bis zu den Speicherprogrammierbaren Steuerungen – für die IT-Infrastruktur.

Die App bietet den Technikern alle erforderlichen Unterlagen papierlos und ohne Medienbrüche von überall her direkt im Zugriff. Auf diese Weise sind die Informationen aller Hierarchieebenen eines Intralogistiksystems digitalisiert sowie auf einem mobilen Gerät vereint und zugänglich. Das vereinfacht und beschleunigt die Prozesse, steigert die Qualität der Service-Leistungen und senkt die Stillstandzeiten der Anlagen auf ein Minimum. Das Service- oder Instandhaltungspersonal kann quasi ohne „schweres“ Gepäck anreisen – über die ServiceApp steht ihnen das komplette Kompendium aller relevanten Unterlagen hardware-unabhängig auf Smartphone, Laptop oder Tablet zur Verfügung.

Als zusätzlich unterstützendes Tool kommt dabei auch die Datenbrille, zum Einsatz. So können sich die Techniker vor Ort beispielsweise per Video-Livestream mit dem Support-Team in der Aberle-Zentrale verbinden. Der Livestream bietet vor Ort dann einen bi-direktional visuellen Informationsaustausch in Echtzeit, mit dem Analysen und Aufgaben unter Beteiligung eines weiteren Experten noch effektiver durchgeführt werden können. Das wird künftig auch den Kunden angeboten. Sie können die App bei Wartung, Pflege und Instandhaltung der Anlage, aber auch für Schulungsunterweisungen selbst einsetzen. Vorteil: Schnelle Problembehebung mit fachmännischem Beistand.

Und so einfach geht das: An gut zugänglichen Bereichen der Anlage werden Marker mit Klarschrift oder Codes (QR- oder Barcodes) angebracht. Sie können mit der App via Tablet oder Smartphone angesteuert werden. Auf dem Tablet oder Laptop erscheint der betreffende Anlagenteil nebst kontextbezogener Daten und Informationen, die bei Planung, Wartung oder Reparatur gezielt weiterhelfen. Dabei erhalten die Anwender die exakten aktuellen Werte für den jeweiligen Anlagenteil – etwa Drehzahlwerte von Antrieben, anstehende Wartungsintervalle, aktuell geleistete Betriebsstunden.

„Je nachdem, welche Informationen für den jeweiligen Anwendungsfall gerade von Bedeutung sind“, so Aberle. Mit den ausgelesenen Daten erhalten die Nutzer dann von Aberle zielgenaue Informationen und Hilfestellungen zurück auf das Tablet. Das können einerseits Statusinformationen sein, andererseits Hinweise (absehbare) auf Störungen oder Funktionsbeeinträchtigungen.

Und mehr noch: Die App ersetzt die Anfahrt und Wartezeit für einen Technikereinsatz. Im Falle einer Störung gibt es über die App einen bilateralen Workflow. Der Aberle-Service begleitet die Anwender über die App Schritt für Schritt bei der Durchführung von Störungsbeseitigungen. „Dabei stehen alle im aufgerufenen Kontext erforderlichen Dokumente, Schaltpläne und Zeichnungen für die Anlage zur Verfügung“, unterstreicht Aberle. „Mit der Unterstützung unseres Service-Teams reicht das in vielen Fällen für eine sofortige Abhilfe aus.“

Dennoch hat das Unternehmen die App nicht allein zur Vereinfachung von Reparaturen an Logistikanlagen entwickelt. „Mit der entsprechenden Kennzeichnung an den Anlagen ist die App auch für Produktionsmaschinen nutzbar“, so Aberle. „Im Software-Bereich kann die App Mitarbeiter zudem als Schulungsinstrument beim Umgang mit der IT, der Nutzung von Funktionen und Algorithmen, unterstützen.“