Flughafen München
Einbau einer mehrstufigen Reisegepäckkontrollanlage in Halle F im laufenden Betrieb.
Das Projekt
Der Flughafen und die Regierung von Oberbayern mussten quasi die „letzte Lücke“ eines flächendeckenden mehrstufigen – größtenteils automatisch arbeitenden – Reisegepäckkontrollsystems schließen, nämlich die Halle F. Diese Halle bedient im Wesentlichen israelische Fluggesellschaften aufgrund damit verbundener Eigensicherungsmaßnahmen (israelische Sicherheitskräfte und besondere landesoriginäre Prozesse).
Hierzu haben wiederum die Partner Aberle, GZP, Smiths-Heimann und die Abteilung TEL-S (ein fast schon eingespieltes Team) zusammengearbeitet. Besondere Herausforderung diesmal: extrem kurze Planungs- und Projektlaufzeit und zudem nicht vorhersehbare Änderungen zwischen den avisierten und den tatsächlichen Plänen und Zeiten. Selbstverständlich wurde wieder die vorhandene S5 gegen eine S7 getauscht. Interessanterweise kam nicht ein einziges Mal die Frage auf, ob es sinnvoll ist, die MRKA und den S5/S7-Tausch zeitgleich zu realisieren. Vorausgegangene Projekte hatten bereits die Antwort geliefert: es hat zweifelsfrei Sinn.
Die integrierten Komponenten
- Einsatz eines 360°-Scannertores
- Die S5 wurde gegen eine S7 getauscht
- Leuchtschaubild mittels WinCC mit Schnittstelle zum Hauptvisualisierungssystem
Hauptvisualisierungssystem
- Klatt-Fördertechnik
- X-Ray (EDtS) von Smiths-Heimann
Die Lösung
- Die HBS-Schnittstelle wurde 2 x programmiert, um die Betriebszeiten aufrecht zu halten (auf S5 und auf S7).
- Die Anlage musste von –12V bis +12V auf 0V bis 24V in einer Nacht umgestellt werden.
- Die Mechanik (Förderaggregate und Stahlbau) wurde in nur vier Wochen gefertigt, geliefert und montiert.
- Das Brandschutztor wurde elektrisch angepasst.
- Das Leuchtschaubild wurde gegen eine Visualisierung auf WinCC getausch, in KW 43 beauftragt, in KW 46 geliefert und in Betrieb genommen.
Die Vorteile
Zitat Herr Lindenthal (Regierung von Oberbayern, Luftamt Südbayern): „Mit Beginn der Doppelabfertigung in Halle F, haben wir erstmals die mehrstufige Reisegepäckkontrolle in der Halle F, mit automatischer Barcodelesung und Verarbeitung der Gepäckdaten im HBS-System sehr erfolgreich praktiziert. Alle Kontrollabläufe haben planmäßig funktioniert bzw. stattgefunden und es wurden keine Sicherheitsdefizite oder Lücken festgestellt. Hiermit werden nun auch wesentlich höhere Kontrollkapazitäten angeboten.“
- Dateien:
Dat_Flughafen_MUE_Reisegepäckkontrollanlage_Halle_F.pdf442 K
